Rente

Rentenanpassung 2019

Lohn- und Beschäftigungsplus lassen Renten um gut drei Prozent steigen

Rentenanpassung 2019

März 2019 | Zum 1. Juli 2019 werden die Renten der rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner turnusgemäß angepasst. Der aktuelle Rentenwert steigt um 3,18 Prozent von 32,03 Euro auf 33,05 Euro und der aktuelle Rentenwert (Ost) wird um 3,91 Prozent von 30,69 Euro auf 31,89 Euro erhöht. Die Faktoren der Anpassungsformel tragen in unterschiedlicher Weise zum Ausmaß der diesjährigen Rentenerhöhung bei. Zudem sind für Renten (-teile), die auf Entgeltpunkten (Ost) basieren, die Vorgaben des Rentenüberleitungs-Abschlussgesetzes zu beachten (Angleichungstreppe der Ostrenten). Und schließlich müssen die Anpassungen in den Jahren 2019 bis 2025 sicherstellen, dass das Rentenniveau den Wert von 48 Prozent nicht unterschreitet (Niveau-Haltelinie).

  • Rentenzugang und Rentenbestand - Zahlbetragsklassen 2018

Neue Berechnung des Rentenniveaus

Die Transparenz verliert

Rentenniveau

Juli 2018 | Das »Rentenpaket 2018« bringt eine Haltelinie fürs Rentenniveau - unter 48 Prozent soll es bis 2025 nicht sinken. In diesem Zusammenhang erfolgt eine neue Berechnung des so genannten Sicherungsniveaus vor Steuern. Zwar gibt die Entwicklung des Rentenniveaus auch künftig Auskunft über die Entwicklung der Leistungsfähigkeit des Rentensystems; aufgrund einer Reihe von Einflussfaktoren verliert allerdings die absolute Höhe des Niveaus, also die Lohnersatzrate, immer mehr an Aussagekraft. Um dem »Absolutwert« des Rentenniveaus wieder mehr Relevanz zu verleihen, wäre sein Ausweis als Sicherungsniveau nach Sozialversicherungsbeiträgen hilfreich. 

Für Ost-Versicherte zurzeit ein »doppeltes Schnäppchen«

Sozialpolitisch ambivalenter Rückkauf von Rentenabschlägen

Rückkauf von Rentenabschlägen02. November 2017 | Wer eine Altersrente vorgezogen in Anspruch nehmen will, muss mit Abschlägen rechnen. Allerdings lässt sich die Rentenminderung durch zusätzliche Beiträge ausgleichen. Im Osten beschäftigte Versicherte können dabei noch kurzfristig ein »doppeltes Schnäppchen« machen. Sozialpolitisch ist die in Ost wie West faktisch weit vor Rentenbeginn gegebene Möglichkeit zur Zahlung zusätzlicher Beiträge jedoch eine fragwürdige Angelegenheit.

§ 187a SGB VI Zahlung von Rentenbeiträgen nach § 187a SGB VI - Eine lohnende Investition für Ost-Versicherte

Für eine Rente mit Niveau

Zum Diskurs um das Niveau der Renten und das Rentenniveau

Für eine Rente mit Niveau

August 2015 | Die Alterssicherungspolitik in Deutschland bedarf weit mehr als nur einer Nachjustierung verschiedener Stellschrauben – nötig ist eine vollkommene Umorientierung. Die Anhebung des Niveaus zahlreicher Renten durch das Rentenpaket des vergangenen Jahres kann die allgemeine Rentenniveausenkung nicht korrigieren – im Gegenteil wird die Entwertung der Renten für alle durch die Begünstigungen für wenige weiter forciert. 

West - Ost

Rentenangleichung und Ende der »Hochwertung« sind überfällig

West-Ost-Entgelte 2012

Februar 2015 | Ein Vierteljahrhundert nach der Einheit ist ein Gleichziehen der Ost-Renten alleine auf Basis der Entgeltentwicklung in den neuen Ländern nicht mehr zu erwarten. Der Transformationsprozess ist abgeschlossen und damit auch der mit ihm einhergehende Aufholprozess der Ost-Löhne. Was bleibt, ist ein eklatanter Lohnunterschied zwischen West und Ost. Dennoch ist es höchste Zeit, den aktuellen Rentenwert (Ost) auf das Niveau des aktuellen Rentenwerts anzuheben und gleichzeitig die Umrechnung in Zukunft erzielter Ost-Entgelte zu beenden. 

Teilrentenmodell des DGB

»Rente mit 60« verlängert die Lebensarbeitszeit

August 2014 | Im Juni präsentierte der Deutsche Gewerkschaftsbund seine Überlegungen zu flexiblen Übergängen in den Ruhestand; das Herzstück des Konzepts bildet die Teilrente ab 60 Jahren als eigenständige Rentenart. Die medialen Reaktionen fielen überwiegend negativ aus – die Rede war von einem neuen »Frühverrentungsprogramm«, das nicht in die Zeit einer alternden Gesellschaft passe. 

Wenn der Mindestlohn fürs Alter nicht reicht

Plädoyer für eine Mindestbemessungsgrundlage für Rentenbeiträge auf Arbeitsentgelt

Wenn der Mindestlohn fürs Alter nicht reicht

Januar 2014 | Die im schwarz-roten Koalitionsvertrag festgelegte Mindestlohnhöhe ist zu gering, um nach erwerbslebenslanger Pflichtmitgliedschaft eine Rente in Höhe des Existenzminimums zu erreichen. Die alleine dem Grunde nach bestehende Versicherungspflicht abhängig Beschäftigter reicht somit nicht aus und bedarf dringend einer Ergänzung auch der Höhe nach. Es muss der Grundsatz gelten, dass jede versicherte Arbeitsstunde für sich genommen einen adäquaten Vorsorgebeitrag zur Existenzabsicherung im Alter leistet – adäquat bedeutet: Mindestens entsprechend dem erforderlichen Entgeltpunkte-Anteil einer Arbeitsstunde an der zur Existenzsicherung notwendigen Entgeltpunkte-Summe.

Staatlich geförderte Altersvorsorge

Wirkungsanalyse der »Riester«-Treppe

Die Anpassung der Renten in den Jahren 2003 bis 2013

April 2013 | Die »Riester«-Treppe hat die Entwicklung der Renten zwischen 2003 und 2013 um 5,08 Prozentpunkte von der Lohnentwicklung abgekoppelt und ist damit bislang der Hauptverursacher der Rentenniveausenkung. Ginge es - wie bei ihrer Einführung unter Rot-Grün behauptet - tatsächlichen darum, die getätigten Aufwendungen der Arbeitnehmer für die private Altersvorsorge im Anpassungsverfahren mindernd zu berücksichtigen, dürften die Wirkungen statt mit rund fünf Prozentpunkten nur mit maximal einem Prozentpunkt zu Buche schlagen. In der Anpassungsformel bildet die »Riester«-Treppe ein willkürlich gesetztes Element, das seine Begründung alleine in politisch vorgegebenen Verteilungszielen findet (Rentenniveausenkung zwecks Beitragssatzdeckelung).

 Die Anpassung der Renten in den Jahren 2003 bis 2013 - Zugleich eine Wirkungsanalyse der »Riester«-Treppe
 Bundesregierung bestätigt Studie von Portal Sozialpolitik

Reformvorschläge für die Rente

Januar 2013 | In der Debatte darüber, wie in Zukunft womöglich wieder steigende Altersarmut vermieden werden kann, streiten die Parteien derzeit um die »richtigen« Konzepte. In den Programm-Angeboten findet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Instrumente. Auffallend wenig Aufmerksamkeit wird in diesem Zusammenhang allerdings der Frage gewidmet, welche Reichweite die vorgeschlagenen Maßnahmen im Einzelnen haben – sowohl hinsichtlich der erfassten Personengruppen als auch bezüglich der sozialpolitischen »Inkubationszeit« der einzelnen Instrumente. Damit verschwimmt in der politischen Auseinandersetzung meist (bewusst?) der Zeithorizont, der erforderlich wäre, damit die jeweilige Maßnahme überhaupt zählbare Wirkungen auf die Rentenhöhe entfalten kann

1959 - 2002

Geschichte der Rentenanpassungen [PDF]

Oktober 2002 | Seit Einführung der bruttolohnbezogenen dynamischen Rente im Jahr 1957 folgen die Renten der Entwicklung der Löhne und Gehälter - jedenfalls dem Grunde nach. Denn die Bindung der Renten an die Entgeltentwicklung wurden über die Jahrzehnte einer ganzen Reihe von Änderungen unterzogen. Die Broschüre zeichnet die Entwicklung der Rentenanpassungen von 1959 bis 2002 nach und liefert Erläuterungen zu den anpassungsrelevanten Berechnungsgrößen. Die Untersuchung umfasst auch die Angleichung der Bestandsrenten in der DDR zum 1. Juli 1990 sowie die Umwertung der Renten in den neuen Ländern zum 1. Januar 1992 und erläutert das Anpassungsverfahren bis zum Jahr 2002.

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