Interaktive Grafiken

Grundsicherungsquoten (SGB XII) 2005 - 2018 nach Ländern

August 2019 | Im Dezember 2018 erhielten bundesweit gut eine Million Personen Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach Kapitel 4 SGB XII. Bezogen auf die erwachsene Wohnbevölkerung entsprach dies einer Grundsicherungsquote von 1,55 Prozent. Zwischen den Bundesländern differieren die Anteile zum Teil drastisch. Vor allem bei der Grundsicherung im Alter heben sich die fünf neuen Bundesländer deutlich positiv ab vom Rest der Republik.

Erwerbsminderungsrenten-Zugang

August 2019 | Der durchschnittliche Zahlbetrag der knapp 168.000 im Jahr 2018 neu zugegangenen Renten wegen Erwerbsminderung (EM-Renten) betrug im Westen 730 Euro und im Osten 753 Euro. Trotz des deutlichen Anstiegs der Zahlbeträge während der laufenden Dekade befinden sich die EM-Renten seit der Jahrtausendwende im Sinkflug. Der Blick alleine auf die Entwicklung der Zahlbeträge im jeweiligen Zugangsjahr lässt diesen Trend allerdings nicht erkennen. 

Messung von Einkommensarmut

Juli 2019 | Einkommensarmut wird anhand von Indikatoren zur Ungleichheit der Einkommensverteilung gemessen. Danach gilt als armutsgefährdet, wer ein monatliches Einkommen unterhalb von 60 Prozent des Durchschnitts bezieht. Für einen Single lag diese Schwelle 2018 bei 1.035 Euro im Monat. Zur Bezifferung der erforderlichen Höhe einzelner Sozialleistungen eignet sich der Schwellenwert allerdings nicht.

Rentenversicherungsbericht 2018

November 2018 | Alle Jahre wieder erweckt die Bundesregierung in ihrem Rentenversicherungsbericht den Eindruck, die unter Rot-Grün zu Beginn des Jahrhunderts eingeleitete drastische Senkung des Rentenniveaus könne durch staatlich geförderte Privatvorsorge (»Riester«-Rente) aufgefangen werden. - Ein Glaubensmantra ohne Hand und Fuß. 

Grundsicherungsdichte in Berlin

Mai 2017 | Ende vergangenen Jahres bezogen 620.114 Berlinerinnen und Berliner Leistungen der Grundsicherung. Die auf staatliche Hilfe angewiesene Bevölkerung ist räumlich sehr ungleich verteilt. Hierbei schneiden die Hauptstädter in den östlichen Bezirken unterm Strich besser ab als die in den West-Bezirken.

Niedriglöhne in der EU

Mai 2017Niedriglohnschwelle und Niedriglohnquote sind statistische Verteilungskennziffern für die Spreizung der Löhne und Gehälter. Berechnungen zur Niedriglohnquote gründen regelmäßig auf einer Konvention der OECD, die als Niedriglohn einen Bruttolohn definiert, der unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Bruttolohns (Median) liegt. Diese Definition ist relativ und damit unabhängig von der absoluten Höhe der Löhne. So weisen die Daten von EUROSTAT hohe Niedriglohnquoten bei gleichzeitig geringer Niedriglohnschwelle aus ebenso wie vergleichsweise geringe Niedriglohnquoten bei hohen Niedriglohnschwellen.

Bruttoschwellen und Durchschnittsentgelte 2012

Januar 2015 | Um sich aus der Harz-IV-Abhängigkeit zu lösen, müssen alleinstehende erwerbsfähige Leistungsberechtigte durch abhängige Beschäftigung eine bestimmte Entgelthöhe erzielen (bedarfsdeckende Bruttoschwelle). Die Chancen hierfür hängen neben vielen anderen Faktoren auch vom regionalen Lohnniveau ab (Durchschnittsentgelte). Die unterschiedliche Höhe der Bruttoschwellen wiederum wird maßgeblich bestimmt durch die regional stark schwankenden Kosten für Unterkunft und Heizung.

Wo der Mindestlohn nicht reicht

März 2014 | Rund 40 Prozent aller Singles im »Hartz-IV«-Bezug kommen selbst dann nicht über das Grundsicherungsniveau hinaus, wenn sie eine Vollzeitbeschäftigung zu einem Stundenlohn von 8,50 Euro hätten

Einheitlicher Mindestlohn in West und Ost

Oktober 2013 | Soll ein Mindestlohn bei vollzeitnaher Beschäftigung die Aufstockung durch Hartz IV vermeiden, ist eine Differenzierung der Mindestlohnhöhe zwischen Ost und West nicht zu rechtfertigen. Dies zeigt eine Auswertung von BA-Daten